Wir dokumentieren hier die Redebeiträge des Transgenialen CSD 2007; für die Inhalte sind die jeweils Vortragenden verantwortlich. Jegliche Haftung, insbesondere für eventuelle Schäden oder Konsequenzen, die durch die Nutzung der angebotenen Informationen entstehen, ist ausgeschlossen.
Homophober Angriff | Wildwasser | RECHTE ANGRIFFE IN FRIEDRICHSHAIN-KREUZBERG | Wenn Arbeit krank macht | SCHWARZER KANAL BLEIBT! | UNSICHTBARKEIT VON TRANSGENDERN | InterQueerNetz | AUFRUF TRANS-CSD 2008 | TransInterQueer e.V. | Transgender Europe | Wigstöckel | DYKE TRANS MARCH | MAEDCHENBLOG | AG Schwule Lehrer | GAUNER-REDE | QUEERS GEGEN G8
|
Hallo liebe Mensch_innen, Willkommen zum diesjährigen transgenialen CSD. Die Demo startet in diesem Jahr vor dem Kino Kosmos. Der Grund dafür ist ein homophober Übergriff Ende letzten Jahres: Am Abend des 24. Novembers 2006 waren wir zu einer Geburtstagsparty, welche im Rahmen einer bekannten Lesbisch-Schwulen-Partyreihe hier im Kosmos stattfand, eingeladen. Nach dem Ende der Show und dem einen oder anderen Gläschen Prosecco wollten wir uns gegen 3.00 Uhr morgens in bester Stimmung auf den Heimweg machen. Vor dem Kino hatte sich eine Gruppe von mehreren Jugendlichen versammelt, die lauthals Sprüche gegen Schwule brüllten: „Ich hasse Schwule! Schwule sind doch ekelhaft!“ usw. Diese Gruppe war uns auch schon auf der Party selbst durch ihr unangenehmes Verhalten aufgefallen. Wir forderten sie daraufhin auf, die Pöbeleien zu unterlassen, was sofort mit körperlicher Gewalt beantwortet wurde… soll heißen: ich bekam 2 auf die Nase. Es entstand eine Rangelei, welche durch den Türsteher des Kosmos beendet wurde. Die Jugendlichen wurden Richtung U-Bhf. geschickt. Wir machten uns kurz darauf ebenfalls auf den weg zum Frankfurter Tor, zogen es jedoch vor, die andere Straßenseite zu benutzen. An der Kreuzung angekommen, begegneten wir der mittlerweile deutlich aggressiveren Gruppe erneut, die uns auch umgehend verbal attackierten. Wir versuchten durch bewusst defensives verhalten der Situation aus dem Weg zu gehen, was uns jedoch nicht gelang. 4 junge Männer der Gruppe, welche sich durch besonders hohes Gewaltpotenzial auszeichneten, griffen uns mitten auf der Fahrbahn an und begannen auf uns einzuschlagen, so dass wir zu Boden gingen. Sie wurden nicht müde unter wüsten Beschimpfungen auf uns einzuprügeln, während wir am Boden lagen. Dabei traten sie gezielt auf unsere Köpfe ein. Umstehende Passanten und auch die Autofahrer_innen, welche wegen uns nicht weiterfahren konnten, unternahmen nichts. Einen Moment, in dem sie kurz aufhörten uns zu traktieren, nutzten wir um Richtung Boxhagener Straße zu flüchten. Nur so konnten wir uns weiteren Attacken entziehen. |
An der Ecke zur Boxhagener Straße wurden wir erneut zu Boden geworfen, diesmal jedoch von Beamten einer Einsatzhundertschaft. Diese legten uns noch am Boden liegend Handschellen an und teilten uns mit, dass wir wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt werden würden. Erklärungsversuche unsererseits wurden von den Beamten schlichtweg ignoriert. Wir konnten jedoch vor Ort eine Anzeige gegen die noch anwesenden Täter stellen. Erst nachdem wir mehrmals darauf hinwiesen, dass wir beide starke körperliche Schmerzen hatten, hielten es die Beamten für nötig einen Rettungswagen zu rufen. Die alarmierten Sanitäter waren jedoch weder in der Lage, unsere Gehirnerschütterungen festzustellen, noch einen gebrochen Mittelhandknochen als solchen zu erkennen. Sie unterstellten uns stattdessen Drogenkonsum und befanden uns für transportfähig zur Gefangenensammelstelle (GeSa). Dort angekommen verbrachten wir die Stunden des Wartens auf die anstehende Erkennungsdienstliche Behandlung damit, uns von den äußerst unsensiblen Beamten nicht provozieren zu lassen. Sie ließen uns gegenüber keinen Zweifel daran, dass sie uns für die Täter und nicht die Opfer dieser Auseinandersetzung halten. Diesen Psycho-Terror bestärkten sie, indem sie sich, für uns laut und deutlich hörbar, die vermeintlich neuesten Schwulenwitze erzählten. Selbstverständlich verweigerten wir jede Aussage. Meine Hand ist wieder in Ordnung und auch die Schmerzen im Kopf sind mittlerweile nicht mehr wahrzunehmen, doch für wie viele endet ein Angriff wie dieser anders? Fakt ist, dass wir verdammt viel Glück hatten und auch die Möglichkeit auf die Unterstützung einer relativ gut funktionierenden Queer_Trans_Antifa_Szene hoffen zu können, betrachten wir als ein Privileg. Manch andere_r hat dies nicht, dem sind wir uns bewusst. Dieser Angriff ist kein Einzelfall, er steht exemplarisch für einen homophoben und transphoben Alltag. Gerade deshalb ist es wichtig, nicht nur an Tagen wie heute, diskriminierenden Arschlöchern das zu sagen, was wir von ihnen halten: SMASH HOMOPHOBIA! SMASH TRANSPHOBIA! Wir fordern außerdem eine Sensibilisierung von Polizeikräften im Umgang mit Menschen, die sich Jenseits einer heteronormativen Gesellschaftsordnung bewegen und eine entsprechende Bestrafung der Schläger und Gewalttäter!!! Viel Spaß beim transgenialen CSD wünschen euch Anna und Arthur! |
|
In den letzten Jahren haben sich in Westeuropa viele Personen des öffentlichen Lebens geoutet. Sehr selten hört man aber von prominenten Personen, dass sie von sexuellem Missbrauch betroffen waren. Obwohl nach Schätzungen jede dritte Frau und jeder sechste Mann in der Kindheit Opfer von sexuellem Missbrauch wurde, wagt kaum jemand, sich später in der Öffentlichkeit dazu zu bekennen. Nach wie vor sehen sich die meisten gezwungen, darüber zu schweigen. So erscheint der sexuelle Missbrauch als seltener Einzelfall, und in den Medien wird ein Bild der Täter präsentiert, das sich an besonders spektakulären Taten von sogenannten Kinderschändern orientiert. Aber nicht der Mann, der auf dem Spielplatz kleinen Kindern auflauert, ist der häufigste Tätertyp. In 90 % der Fälle ist es ein naher Verwandter oder Bekannter der Familie. Diese Täter gehen fast immer straffrei aus, da nur wenige Opfer eine Anzeige wagen und es nur selten zum Prozess, noch seltener zu einer Gefängnisstrafe kommt. Aber auch in anderen Bereichen geschieht zu wenig, um der Lage der Betroffenen gerecht zu werden. Die Einrichtungen für Betroffenenhilfe und Prävention werden durch Mittelkürzungen in ihrer Arbeit immer mehr behindert. Die Einsparungen im Gesundheits- und Sozialbereich bedeuten für viele Betroffene eine besondere Härte, ebenso die Tatsache, dass sie im Falle von Arbeitslosigkeit/Hartz IV-Bezug bis zum 25. Lebensjahr bei ihren Eltern wohnen müssen. |
Deshalb fordern wir:
|
|
Im vergangenen Jahr war Friedrichshain wieder der Bezirk, in dem die meisten rechtsextrem, rassistisch oder antisemitisch motivierten Übergriffe und Gewalttaten verübt worden sind. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Zahlen in der von ReachOutBerlin geführten Chronik verdoppelt; in Friedrichshain-Kreuzberg gab es mehr als 50 solcher Ereignisse: 27 davon richteten sich gegen nicht-Rechte und politische Aktive, 8 waren rassistisch und 4 heterosexistisch motiviert. Friedrichshain, der als alternativer und bunter Bezirk gilt, ist demnach für nichtweiße und nicht dem Mainstream entsprechende Menschen alles andere als offen oder alternativ und vor allen Dingen nicht sicher. In Friedrichshain finden sich viele Treffpunkte und Kneipen, die für die rechte Szene attraktiv sind. Die Verkehrsknotenpunkte Frankfurter Allee, Warschauer Str. und Ostkreuz sowie die U5 und diverse Tramlinien machen den Kiez gut erreichbar für alle: In der Nähe des U-Bahnhofes Samariterstraße werden fünf Personen unabhängig von einander von einer Gruppe von sechs bis acht schwarz gekleideten und vermummten Neonazis angegriffen. Sie werden mit Flaschen, Steinen und Teleskopstöcken geschlagen und zum Teil schwer verletzt. Am S-Bahnhof Frankfurter Allee wird eine schwarze Frau von sechs Neonazis festgehalten und mehrfach geschlagen und getreten. Dabei erleidet sie mehrere schwere Verletzungen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. Die gerufene Polizei schreibt eine Anzeige wegen Ruhestörung gegen die junge Frau, weil diese sich wohl zu laut über den Angriff aufgeregt hatte. Die Täter werden nicht gefasst. Am S-Bahnhof Ostkreuz wird ein Jugendlicher von einer Gruppe von zwölf Neonazis angegriffen und mit einer Eisenkette im Gesicht verletzt. Es sind also nicht nur die Berliner Außenbezirke, die gefährlich sind, sondern vielmehr innerstädtische Bereiche wie Friedrichshain oder auch Kreuzberg. Diese Tatsache spricht der zur Fussball-WM 2006 aufgekommenen Debatte um No-Go-Areas entgegen: Die Bezeichnung von bestimmten Gebieten als „No-Go-Areas“ impliziert, dass es auch „Go-Areas“ - also sichere Bereiche - geben würde. 30 Übergriffe in Friedrichshain ereigneten sich im öffentlichen Raum, 18 auf Bahnhöfen; das zeigt deutlich, dass es auch im innerstädtischen Bereich keine sicheren Zonen gibt. Außerdem leben auch in so genannten „No-Go-Areas“ potentielle Opfer rechtsextremer, rassistischer, antisemitischer oder heterosexistischer Gewalt. Wenn wir diese Gebiete als „No-Go-Areas“ bezeichnen, dann übertragen wir den Betroffenen die Verantwortung für ihre Sicherheit und für die Angriffe, denn schließlich müssten sie ja wissen, dass sie sich in gefährlichen Gebieten aufhielten. Oft werden Betroffene mit nicht zu rechtfertigenden Fragen konfrontiert, z. B.: was sie denn um diese Zeit an diesem Ort wollten oder warum sie sich so provozierenden kleiden würden. |
Jede und jeder hat aber das Recht, sich an jedem Ort und zu jeder Zeit unbehelligt zu bewegen. Und wenn Menschen angegriffen werden, müssen sie alle mit dem gebührenden Respekt behandelt werden. Angriffe treffen aber sehr selten auf ein öffentliches Interesse. Meist ist dies nur der Fall, wenn die Betroffenen in gesellschaftlich und politisch anerkannten Strukturen eingebunden sind. Ein Beispiel dafür ist der Angriff auf Wahlkampfhelfer der SPD in Hellersdorf im vergangenen Jahr. Dieser wurde von verschiedenen Seiten öffentlich verurteilt und war von hohem Interesse für die Medien. Den Betroffenen wurde Empathie und Mitgefühl entgegengebracht. Opfer, die über keine Lobby verfügen, erfahren eine solche Anerkennung nicht; die Täter_innen werden nicht öffentlich verurteilt und es fehlt ein klares Signal, dass eine solche Vorgehensweise absolut inakzeptabel ist. Es ist nicht einmal selbstverständlich, dass Menschen sich in Angriffssituationen mit Betroffenen solidarisieren: Beispielweise auf dem Boxhagener Platz wird ein homosexueller Mann von Nazis schwulenfeindlich beleidigt und ins Gesicht geschlagen. Auf dem Platz halten sich zu dieser Zeit mehr als 100 Menschen auf, nur fünf bis sechs von ihnen stehen spontan auf, um zu helfen. Nach lautstarker Aufforderung des Geschädigten kommen ein paar Leute dazu, so dass die Angreifer sich etwas entfernen, aber weiterhin auf dem Platz Biere trinken und Leute anpöbeln. Oder: In der Nähe des Märchenbrunnens am Volkspark Friedrichshain werden drei Männer von einer Gruppe aus sechs Männern und einer Frau schwulenfeindlich angepöbelt, geschlagen und getreten. Als eine_r der Geschädigten laut um Hilfe schreit, flüchten die Angreifer. Wieder im Volkspark Friedrichshain werden zwei Homosexuelle von sieben Männern angegriffen und verletzt – in beiden Fällen kam niemand den Betroffenen zu Hilfe. Auch in Kreuzberg sind solche Angriffe keine Seltenheit, deshalb rufen wir ALLE dazu auf, mit offenen Augen durch die Stadt zu gehen, sich einzumischen und Täter_innen klar zu vermitteln, dass ihr Handeln absolut inakzeptabel ist. Wir rufen Verantwortliche in der Politik dazu auf, sich in jedem Fall klar gegen rechtsextremes, rassistisches, antisemitisches und heterosexistisches Gedankengut und Handeln zu positionieren und Projekte und Kampagnen, die dagegen arbeiten, langfristig weiter zu unterstützen.
o3o - 69 56 8339 - www.reachoutberlin.de, info (at) reachoutberlin.de. |
Laut AOK haben Krankschreibungen aufgrund seelischer Leiden um 74 % zugenommen in den letzten Jahren. Aus Angst um ihre Stellen trauen sich die Menschen kaum mehr mal krank zu machen, sie werden deshalb ernsthaft krank. Krank machend wirkte in dieser Zeit der Abbau sozialer Rechte, die Verknappung von Lohnarbeit das Lohndumping und der Zwang zu Arbeit auch zu Hungerlöhnen, sowie die ständige Diskriminierung von Arbeitslosen als Faulenzer. Logo grassiert da das Mobbing und kostet mehrstellige Milliardenbeträge! Die Menschen machen sich gegenseitig fertig, wenn Arbeit zu Bedingungen der Ausbeutung so sehr staatlich gefördert wird. Ausserdem: Wer nicht in sexistische, homophobe, transphobe und rassistische Normen passt, hat selten Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Wir sollen arbeiten unter Bedingungen, die uns krank machen. Daher werden immer mehr Menschen depressiv, ausgebrannt, selbstmordgefärdet oder agressiv oder sie reagieren mit psychotischen Symptomen. Menschen in solchen Krisen aber haben kaum Räume für heilende Begegnungen: Schnell werden chemische Psychopharmaka verordnet, um ihre seelische Krise zu betäuben und sie wieder anzupassen an ein Arbeitszwangsystem, das gar keinen Platz für sie als sensible menschliche Individuen hat . Andere verletzen sich selber, wenn sie sexuell oder psychisch in den Familien ihrer Kindheit traumatisiert wurden. Die Behinderung durch Geschlechterollen zur einseitigen Zurichtung als entweder VerdienerMännchen oder soziale Nährmutter für nix zusammen als Familien mit Gechlechts-Hierarchien ist gewaltfördernd, sie entwertet die Potenziale der Menschen durch Herrschaft und Ausbeutung. Diese Hetero-Normfamilien, die uns von Rechts wieder als naturhafter Hort der Wohltat vorgegaukelt werden, erweisen sich real allzuoft als Orte, die die soziale und sexuelle Gewalt individuell vermitteln, zuspitzen und verdecken. Jegliche Art Zusammenleben aber muss scheitern, wenn mensch 3-5 Jobs bedienen muss zum Überleben, weil Arbeit entwertet ist durch Kapital. Wir könnten heute die patriarchalen Struktur hinter uns lassen, wenn wir gemeinsam für eine Umverteilung aller Arbeit, zu einer 25 Stunden Woche für alle, Ausbau der sozialen öffentlichen Dienste und einem fetten Grundeinkommen streiten. Aber die patriarchale Norm wird wieder verstärkt propagiert, um uns gefügig zu machen. Sonst müßte van der Leyen als ersten Schritt ein Abschaffung des Ehegattensplitting zugunsten der Finanzierung sozialer Menschenrechte für alle Kindern umsetzen und das will sie wohl nicht. Sie ist eher Teil des konservativen Rollbacks mit dem seit den 90gern Themen des Feminismus von Rechts besetzt werden, um so Klassismen und Rassismen zu pushen, die die Frauenbewegungen spalteten: "SuperFrau-Vorbild" von der Leyen soll jungen Frauen Freiheit als neoliberale "Marktfreiheit" und Züchtungsziel der Konservativen darstellen. Rechte Politik mit Frauenthemen heißt mehr doitschen Akademikernachwuchs fordern, anstatt mehr Menschen bei uns ein Studium zu ermöglichen. Elitenzucht verlangt so, dass die stetige Umverteilung von Unten nach Oben den Oberklassen ihre Herrschaftsansprüche ermöglicht. Mit "Klassismus" gibt es "Diversity" dann für die globalen Eliten, die von der Ausbeutungsglobalisierung gemeinsam profitieren. Die Unterschichten stellen dazu die mehr oder minder entrechteten Hilfskräfte, die im Mangel gebunden im Kampf um Hungerjobs rassistisch u.sexistisch gegeneinander aufgehetzt werden können: Sie könnten sich ja sonst solidarisieren und das Kapitalismus/Patriarchat (=Kapriarchat) absetzen. Fundamentale Religion hilft dabei. Das Kapriarchat weltweit abschalten! Kapital, GeschlechterRollen und Grenzen sind Grundlage von Ausbeutung und Herrschaft: Rechtlose Migrantinnen putzen und bauen die reiche Welt für Sklavenlöhne. Pflege und Erziehungstätigkeiten sind bei uns abgewertet, un-/unterbezahlt, weil dies traditionell im Patriarchat unbezahlte Frauenarbeit ist. Dass soziale Arbeit aber verschiedene, sehr anspruchsvolle Berufe mit hohem Bedarf an sozialer Bildung meint wird ignoriert. Durch solche Gendermuster leiden Kinder und Alte an unmenschlicher Behandlung bzw. es wächst Europa gerade zusammen dank der Transfers osteuropäischer Hauspflegerinnen. |
Da soziale Dienste so hohe Potenziale für die Humanität unserer Gesellschaft bergen, sollten sie eine hohe Bezahlung und Ansehen sowie ein gute Ausbildung für alle Gender geniessen. In Skandinavien wurden so die Bildung und die Krankenversorgung besser zum Wohle aller. Bei einem hohem Grundeinkommen auch könnten wir alle besser menschlichere Zustände leben. Stattdessen wird das alte kapriarchale Familienlied des Zwanges von Konkurrenzkämpfern und vom HausMuttertiermythos angestimmt, wo doch dauernd Fälle von sozial verarmten Müttern durch die Presse geistern, die in ihrer sozialen Verarmung unter den Rollenzwängen ihre Kinder töteten, verhungern liessen oder durch ihre Partner zu Tode kommen ließen. Die Armut, die diese Kinder erleiden, ist der Skandal: Dass nicht ihr Recht auf soziale Leistungen höher wiegt als veraltete patriarchale Familienmythen. Diese Mythen sind gefährlich: So wurde es u. a. auch mit durch diese ermöglicht im NS die Bevölkerungsmehrheit der "braven" Familien dazu zu bringen, zunächst ihre in Heimen lebenden Angehörigen in den Euthanasiemorden umbringen zu lassen und anschliessend für den nächsten Schritt - die Vernichtung der "ethnisch Anderen" - schon ausreichend abgestumpft zu sein". Das war echt krank! Die Globalisierung wird uns ständig als Grund für verschärfte Ausbeutung genannt: Da die Ausbeutung wo anders noch viel härter sei, müßte sie hier natürlich angepasst werden. Quatsch! Was uns bedroht und krank macht ist das patriarchisch - kapitalistische System der zerstörerischen Verwertung. Solidarität bei der Umwandlung dieses Systems ist die beste Medizin. Gibt es Hoffnung? Die Kosten für den Anstieg von seelischem Leiden sind so gewachsen, dass versucht wurde, per Gesetz diese Aufgaben des Sozialstaates an die unbezahlte Familien-arbeiter_innen - meist Frauen - abzuwälzen: Familien sollten dann für ihre psychiatrisierten Angehörigen verantwortlich gemacht werden und das Recht erhalten, diese per Zwang mit Psychopharmaka ruhig zu stellen. Fast wäre das geglückt, es erinnerte aber dann doch an die Erbschaft des Euthanasie-programms unter den Nazis. Betroffene, Angehörige und Profis schafften es noch gerade so, sich zusammen zu schliessen, um das zu verhindern. Verdient hätte an solch einer Zuspitzung der Gewalt in den Familien vor allem die Chemo-pharma-industrie. Dies ist ein Industriezweig, der mächtige global player stellt. Viele Grossverbrechen seit dem 2. Weltkrieg zeigen die Verwicklung solcher Chemiefirmen und/ oder Chemie Multis als Profiteure an bisher ungesühntem unermesslichen Leid: neben Zyklon B(Gaskammern), betrifft dies z.B. die Folgen der chemischen Kriegführung in Vietnam mit Agent Orange, die Gaz-katastrophe von Bhopal u.v.m. Gentechnik und Biopiraterie sind die aktuellen Erweiterungen der Geschäftsfelder dieser Multis. Wir brauchen dringend eine global geltende Rechenschaftspflicht zur Vorbeugung und Wiedergutmachung solcher Verbrechen! Gesund macht uns Solidarität hierfür, für eine 25 Stunden Woche für alle bei fetten Mindestlöhnen, öffentlichem Reichtum und einem bedingungslosen Grundeinkommen weltweit. Öko Umbau sofort bringt massig zu tun und Kinderarmut in jedem Land ist ein Skandal! Am CSD sind wir weiter gegen das Kapriarchat: Wir wollen nicht als Gays im Ausbeutungssytem integriert werden!!! Solidarität ist Waffe und Medizin, denn: Wenn Arbeit krank macht, müssen wir uns gemeinsam wehren ! transkontinental- transkulturell -ökologisch, transgenderig transformatorisch, etwas Besseres als das Kapriarchat ist überfällig! Eure : Zuala- Luraki - Transformosa |
|
QUEER WAGON PLACE SCHWARZER KANAL: Is a group of queers, women and trans living in trucks, vans and wooden wagons on a 3000 sqm piece of ground in central Berlin. Being Feminist-Queer identified, we are open to people to come and live here who feel comfortable with that definition, whatever their gender or sexual orientation may be. Visitors of all shapes and sizes are welcome - apart from people who promote sexist, racist, or homophobic ideas. Come and say hello! Michael-Kirch str 20 10179, Berlin u-bahn: Heinrich Heine str HOW DO WE LIVE TOGETHER? We live together communally, loosely centered around a kitchen wagon, with an optional cooking rota. We have a workshop for tools, and a shared bathroom and showers. There is a weekly meeting. We try to work non-hierarchically and in smaller groups where possible. There is set of “ basics”: an understanding that all who live here take responsability for the place and help to fight the evction or to find somewhere new. We have a rough garden and pots dotted around which we attempt to cultivate. There is a beautiful little tractor which we use to pull our wagons around with when they need to be re-arranged. ..and we are looking for more people to come and live with us! Get in touch! schwarzer-kanal (at) web.de COMMUNITY PROJECT We see ourselves not only as a place to live, but also
as open to the wider queer, refugee and activist communities. We also
hope to liaise with other autonomous spaces in Berlin and beyond, There
is a community wagon available to use for workshops, yoga, and small events. |
FIGHTING THE EVICTION Since the 6th of March the wagon place can be evicted
at any time. The anti wagon-place laws in Berlin make it very hard to
resist any legal complaint that neighbours may make. Unfortunately our
neighbours complained from the first moment that we moved to the site
in early WHY A QUEER WAGON PLACE? The wagon place is somewhere where we can attempt to live out our queer ideals right now, in the midst of this fucked up society of ours. By living together sustainably, working with the wider community, building networks with other autonomous projects & living queer; attempting to dissolve the borders of prejudice that divide us, macho, hetero-normative, class and culture...The luxury of having so much free space gives us scope for creativity, for building, imagining, & planning for actions, & for living our sexuality, our difference, & our autonomy here while we still can. COME QUEER WITH US! |
|
Wir leben in einer Gesellschaft, welche die Annahme vertritt, es gäbe
nur zwei Geschlechter, und zwar „Frauen“ und „Männer“, |
Im konkreten Einzelfall werden Neugeborene in die Kategorien „weiblich“
und „männlich“ eingeordnet und bei sogenannten normabweichenden Zwar wird spätestens seit den 80er Jahren in der Öffentlichkeit der Begriff „Gender“, was „soziales Geschlecht“ bedeutet, als Abgrenzung von dem Begriff „Sex“ als biologisches Geschlecht gebraucht. Dennoch vertreten selbst viele Menschen, die sich mit dem Genderbegriff auseinandersetzen, immer noch die Auffassung, dass Zweigeschlechtlichkeit „naturgegeben“ sei und die biologische Basis für soziale Geschlechterrollen bildet. Wir gehen heute auf die Straße, um die Vielfalt geschlechtlicher Ausdrucks- und Lebensweisen sichtbar zu machen. Wir sind heute (unter anderem) auch hier, um deutlich machen zu können, dass es viele Menschen gibt, die ihren Körper nicht verändern, um den Erwartungen ihrer Umwelt zu entsprechen und somit in der öffentlichen Wahrnehmung nicht als Abweichung von der Zweigeschlechtlichen Normierung“ sichtbar sind – und die DENNOCH existieren! Wir fordern eine zunehmende Akzeptanz für die Selbstbestimmung von Menschen über ihren eigenen Körper und ihre Identität !!! Als Grundlage für die Identität SOLL dabei das GELEBTE und GEFÜHLTE Geschlecht anerkannt werden und NICHT das bei der Geburt oder im späteren Leben fremdbestimmte ZUGEORDNETE Geschlecht. Laßt uns laut unseren Unmut über die herrschenden Geschlechterverhältnisse zum Ausdruck bringen! Laßt nicht zu, dass uns vorgeschrieben wird, wie wir zu leben haben!!! |
|
Liebe Leute In der Vergangenheit wurden wir “Gastarbeiter” genannt oder “Ausländerin” – im Augenblick heißen wir “Migrantinnen und Migranten”. Wir haben erfolgreich diese Namen getragen und dachten immer, dass wir so oder so Teil dieser Gesellschaft sind. Wir hatten aber in sehr wenigen Bereichen die Möglichkeit, an dieser Gesellschaft teilzuhaben. Damit ist jetzt Schluss! Ja, wir haben das, was “Migrationshintergrund” genannt wird. Ja, es gibt lesbische Migrantinnen, schwule Migranten, Migrantinnen und Migranten, die transsexuell sind oder transgender. Vor allem sind wir aber Menschen dieses Landes, wie alle anderen auch. Es gibt absolut keinen Grund, warum wir anders behandelt werden sollten! Es gibt absolut keinen Grund, warum wir nicht gleichwertig sein sollten! Aber wir werden anders behandelt. Es gibt extra Gesetze für die so genannten Ausländervereine, Menschen werden abgeschoben, obwohl sie hier geboren sind und nie in einem anderen Land gelebt haben. Es gibt Diskussionen und Medienberichte, in denen wir pauschal als Problemverursacher gesehen werden, die sich einfach “integrieren” sollen. Was auch immer das heißt. Es gibt eine so genannte Ausländerbehörde – die einzige Behörde, die dem Namen nach für uns – in der Praxis aber gegen uns arbeitet. Egal, welchen Pass wir haben – oder ob wir überhaupt einen Pass
haben – Es gibt nur eine Gesellschaft – und in der leben wir alle gemeinsam. Wir sind das InterQueerNetz. |
|
Ich war mal Kind. Und als ich Kind war, dachte ich, dass man für Wasserski abschüssige Seen braucht. Ich fragte mich, ob auch Hunde in Hundescheisse treten, zumal sie doppelt so viel wie ein Mensch der Gefahr ausgesetzt sind mit ihren vier Pfoten. Aber jetzt bin ich groß: und das ist toll. Denn das heißt nicht nur, dass ich jeden Morgen selber aussuchen darf, was ich anziehe. Nein, erwachsen sein heißt auch - sollte heißen - dass man über sich selbst bestimmen kann. Erwachsen sein heißt, dass man mit groß geöffneten Augen durch die Welt geht: Seht, dass wir heute hier versammelt sind, zeigt, dass wir, um klarer zu sehen, keine Vokale kaufen brauchen wie beim Glücksrad! Wir wollen die Welt hinterfragen, und wir werden uns mit den Antworten, die uns gegeben werden, nicht ohne weiteres zufrieden geben. Und nicht zuletzt heißt erwachsen sein, dass jede/r den Transgenialen CSD mitorganisieren kann! Ist das nicht toll? Wie wir in unserem Aufruf gesagt haben, ist es zum Kotzen, dass es uns immer noch geben muss! Wir wollen keinen Transgenialen CSD mehr! Aber solange es G8, G.walt, G.winnsucht, G.schlechtsdiktate gibt, geben wir keine Ruhe! Arm sein, das ist nicht verhungern oder verdursten, arm sein, das ist an sich nicht mehr glauben, an diejenigen nicht mehr glauben, von denen man dachte, sie könnten uns retten. Ich glaube an uns, ich glaube an die erstaunliche Kraft des Menschen. Auch wenn in Frankreich ein Scheisskerl an die Macht gekommen ist, habe ich Hoffnung: Vielleicht kann man ja überleben, wenn man in einem abstürzenden Fahrstuhl genau in dem Augenblick in die Luft springt, in dem die Kabine auf dem Boden aufknallt?! Jetzt, kommt, beteiligt euch, der Transgenialen CSD lebt von allen, die ihn gestalten! Besucht unsere Webseite (www. transgenialercsd.de, unter Kontakt könnt ihr euch an uns wenden), oder guckt in die Siegessäule oder in den Stressfaktor, da erfahrt ihr, wann und wo wir uns treffen. Glaubt mir, trotz alledem macht Widerstand verdammt Spaß, und das ist aufregend. Denn wenn wir viele viele viele sind, werden wir eines Tages vermutlich einen Hybridvogel schaffen: eine Brieftaube gekreuzt mit einem Papagei, damit er, wenn er unterwegs sich verfliegt, nach dem Weg fragen kann. Ich glaube daran. Bis ich sterbe werde ich daran glauben. V.i.S.d.P Céline Robinet 2007 |
|
TransInterQueer (kurz: TrIQ e.V.) ist ein junger Berliner Verein von und für transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und queer lebende Menschen. Wir haben TrIQ im September 2006 gegründet, um der ständig wachsenden Anzahl der trans- und intergeschlechtlichen Personen in Berlin eine dringend benötigte Beratungs- und Anlaufstelle zu bieten. Zentral ist ein nicht-pathologisierender und nicht-exotisierender Ansatz in Bezug auf Aufklärung, Beratung und Forschung von und mit trans- und intergeschlechtlichen Menschen. Unsere Ziele und Grundsätze: • Emanzipation, Selbstbestimmung und gleichberechtigte gesellschaftliche
Teilhabe für trans- und intergeschlechtliche sowie queer lebende Menschen.
Wir bieten: Peer-Beratung durch geschulte Ehrenamtler_innen per Telefon, per e-mail und persönlich. Gruppen: TIA M, Transmänner&Genderboys, Weder*Noch*, Zwittercafe Bildungs-und Aufklärungsarbeit in Form von Vorträgen, Seminaren und Abendveranstaltungen. Die jährliche bundesweite Transgendertagung werden wir zusammen mit dem Transgendernetzwerk Berlin (www.tgnb.de) auch 2007 fortführen. (www.transtagung.de) |
Wir planen: Professionelle psychosoziale Beratung für Betroffene und Angehörige Information zu rechtlichen und medizinischen Möglichkeiten, gesundheitlichen Risiken, deutschlandweiten Anlaufstellen, Fachleuten und weiteren relevanten Themen. Medienbibliothek zum Thema Transgeschlechtlichkeit und Intergeschlechtlichkeit (u.a. Pflege des umfassenden Archivs zum Thema Intergeschlechtlichkeit von „1-0-1 intersex“ (einer 2005 in der NGBK Berlin realisierten Ausstellung zu Intersexualität). Weitere Gruppenangebote für die Bereiche Coming-Out, Selbsthilfe, Gesundheitsförderung etc. Kontakt: Im Rahmen der klinischen „Diagnostizierung“ und „Behandlung“ kommt es immer wieder zu entwürdigenden und verfassungswidrigen körperlichen und seelischen Übergriffen und Nötigungen von Trans- und Intergeschlechtlichen Menschen. Menschenrechtsverletzungen gehen uns alle an. Bitte unterstützt unsere Arbeit. |
|
Transgender Europe ist eine in diesem Jahr gegründete Organisation mit Sitz in Wien. Wir setzen uns für die Rechte von Transmenschen in Europa ein und versuchen, die verschiedenen Transgruppen, die in vielen europäischen Ländern und Städten arbeiten, zu vernetzen. Sowohl Gruppen als auch Personen können bei uns Mitglied werden (mehr Infos auf www.tgeu.net). Europa wird hier in geographischen Grenzen gedacht, das heißt insbesondere auch, dass wir über die Grenzen der Europäischen Union hinaus aktiv sind und sein wollen. 'Transmenschen' verstehen wir als möglichst weit gefassten Oberbegriff, der alle Menschen einschließt, die nicht in dem Geschlecht leben, das ihnen bei der Geburt zugeordnet worden ist. Dies umfasst alle, die sich als Transgender, Transsexuelle, Cross Dresser und/oder Transvestiten verstehen, aber auch die sich als no-gender oder gender queer verstehen. Wir kämpfen für Emanzipation, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung für alle Transmenschen in Europa. Wir arbeiten, um der Diskriminierung und Pathologisierung von Transmenschen entgegenzuwirken, und versuchen, die Sichtbarkeit und Akzeptanz von Trans-Lebensweisen zu verbessern. Wir verstehen Geschlechtervielfalt als integralen Bestandteil unserer Gesellschaft. In einer jüngst in England veröffentlichten Studie wurde deutlich,
dass die Situation von Transmenschen geradezu katastrophal ist. Jeder
dritte Transmensch hat im Erwachsenenalter schon mindestens einmal versucht,
sich das Leben zu nehmen, jeder fünfte versucht es mehrmals. 25%
der Transmenschen wird der Besuch der als richtig empfundenen Toilette
am Arbeitsplatz verboten. Über die Hälfte der Transmenschen,
die noch zur Schule gehen, werden durch Mitschüler_innen und Lehrer_innen
gehänselt, diskriminiert und ausgegrenzt. |
Daher fordern wir: 1. Das Recht für jeden Menschen, den eigenen Vornamen frei zu wählen. Zu guter Letzt möchte ich noch den „Second European Transgender Council“ ankündigen. Dieser wird in diesem Jahr vom 15. bis zum 18. November in Turin (Italien) stattfinden. Dieses Wochenende also schon mal rot im Kalender anstreichen und frei halten. Nähere Infos gibt es auf unserer Website. Jede_r der/die sich gerne auf einer inhaltichen oder Organisatorischen Ebene einbringen möchte ist herzlich willkommen.
|
| Wigstöckel – Transgender United ist ein Forum für alle Menschen, die sich über transgender und unterschiedliche Inszenierungen von Geschlecht austauschen möchten. Es geht zurück auf eine Initiative der New Yorker Drag Queen Lady Bunny, die Mitte der 80er Jahre in New York in Anlehnung an Woodstock ein Benefiz-Event mit dem Titel „Wigstock“ gründete. Dabei ging es darum, mit einer großen Show und anschließenden Party einmal im Jahr sich selbst zu feiern und damit Präsenz zu zeigen, aber auch Vorurteile und Berührungsängste abzubauen und jedem, der mal in Frauenkleidern ausgehen wollte, dazu zu ermutigen. Im Sommer 1996 brauchte Gérôme Castell diese Idee unter dem Namen „Wigstöckel“ („Wig“ engl. Für „Perücke“ und „Stöckel“ für weibliche Damenschuhmoden) nach Deutschland. Inzwischen ist Wigstöckel zunächst ein jährliches großes Event, bei dem alle möglichen Transleute mit und ohne Operationen, Kings und Queens, Inbetweens und Menschen, die an Transgender -Themen interessiert sind, gemeinsam eine Show mit anschließender Party auf die Beine stellen. Darüber hinaus organisiert Wigstöckel weitere Veranstaltungen wie Werkstätten mit unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten (z. B. Gesang oder Schauspiel) und Talks, also Diskussionsrunden zu unterschiedlichen Themen wie z.B. zur Sichtbarkeit von Transgender in den Medien. Zu Wigstöckel gehören außerdem der Walk of Fame als Galerie von verstorbenen Transgender-Persönlichkeiten, die Organisation des Transgender-Rememerance-Day und einer Open Stage, als Forum für neue Transgender, die ihre Ideen und Vorstellungen zu Trans-Themen auf der Bühne präsentieren wollen. |
Wigstöckel beteiligt sich an Veranstaltungen wie dem Transgenialen CSD und dem Hoffest der AHA und hat enge Verbindungen zum TransGenderNetzwerk Berlin und dem Verein TransInterQueer. Bei allen Aktivitäten von Wigstöckel geht es darum, einen Raum für die Auseinandersetzung mit transgender zu schaffen. Sie sollen außerdem der Sichtbarkeit von Transgendermenschen in der Öffentlichkeit dienen, im zweigeschlechtlichen Mainstream sowohl der Hetero-Gesellschaft, wie auch in der Homo-Szene. Ihr seid herzlich eingeladen mitzuwirken: beim basisdemokratischen Plenum, beim Orga-Team, beim Verein... Informiert Euch auf der Homepage (www.wigstoeckel.com) oder schreibt uns eine Mail (team (at) wigstoeckel.com). Kommt zum offenen Plenum (in der Regel jeden 1. und 3. Montag im Monat um 19.30 Uhr in der Räumen der AHA-Berlin, Mehringdamm 61 (über dem Schwulen Museum). Macht mit! Wir freuen uns auf Euch! Nächste Wigstöckel-Termine: 30.07. Talk „Zur Zukunft der CSD-Hoheit“. 19:30 in der AHA, Mehringdamm 61 |
|
Am 11.08.2007 findet der Dyke-Trans- March durch Kreuzberg und Neukölln statt. Abends wird es eine große Party mit Performances, Bands und verschiedenen DJs geben. Bis zum 11.8.2007 laden wir herzlich ein, an unseren Orga-Treffen teilzunehmen, die immer Mittwochs abwechselnd in der Friedelstr. 54 oder im AB Queer (Sanderstr 15) stattfinden. Vorläufige Website: www.myspace.com/ dyketransmarchberlin. |
|
egal, ob du dich als mädchen fühlst oder nicht, herzlich willkommen beim neuen mädchenblog! das mädchenblog soll ein gemeinschaftsprojekt werden, in antwort auf das, was “normale” mädchenzeitschriften immer predigen. hier soll der platz sein, um themen wie körper, beziehungen, sexualität und freundschaft, psychologie, (sub- )kultur, politik, schule und ausbildung zu verhandeln und in ein neues licht zu stellen. einfach anfangen, ohne bereits zwanzig texte geschrieben zu haben, lautet die devise. das mädchenblog soll davon leben, dass ganz viele mit schreiben. es ist ein offenes projekt, und du bist eingeladen, ein teil davon zu werden! du kannst einfach kommentare schreiben, oder du schreibst eine e-mail an das mädchenblog, um dich als autor_in zu registrieren. |
|
„Schwule Sau! Schwule Sau! Schwule Sau!“ Schwul ist auf dem Schulhof immer noch das häufigste Schimpfwort! Die Vorstellung vieler Lehrerinnen und Lehrer, dass in der eigenen Klasse eine Schülerin oder ein Schüler dabei ist, und sich keinem Geschlecht zuordnen will oder sogar dem jeweils anderen, das ist für die meisten Lehrer die reinste Horrorvorstellung. Wir, die Arbeitsgruppe schwuler Lehrer der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) Berlin setzen uns dafür ein, diese Situation zu verändern. |
Deshalb fordern wir: 1. Sexualerziehung gehört nicht nur in den Biologieunterricht! Alle Aussagen von lesbischen Schülerinnen und schwulen Schülern in
allen Befragungen der letzten Jahre belegen, dass im Unterricht das Thema Homosexualität
selten oder fast nie vorkam. Ob das Thema Transsexualität vorkam hat man
schon gar nicht mehr gefragt! |
|
Meine sehr verkehrten Darminternen, werte Abgeordnete, ich bitte um Aufmerksamkeit für mein Gerede. Ich möchte mich heute einmal aussprechen. Und zwar gegen eine weitere Erhöhung der tariflich festgelegten Hundelöhne. In diesem Punkt, liebe Kollegen von der Opposition, bin ich ganz meiner Meinung! Es gab ja dahingehend bisher von unserer Seite auch schon wirklich ziellose Vorschläge. Aber, wir müssen nicht nur Steuern auf, sondern vor allem auch anheben, und auch mal für das, was die Menschen wirklich wollen, eine Gebühr entwickeln. Am meisten leiden doch die Millionen Arbeitshosen unter der Kürzung. Sie müssen einmal der Wahrheit ins Auge fassen und zudrücken: wie kommt es denn, dass der Prozentsatz der Arbeitslosen gerade unter den ALG-II-Empfängern dermaßen hoch ist? Nicht, dass Sie mich da richtig verstehen: Wir brauchen wieder mehr Verständnis für die Bedürfnisse des kleinen Mannes im Ohr. Es ist manchmal gar nicht so leicht, für den einfachen Wähler auf der Straße die geleugneten Worte zu finden. Ich stammle doch selbst daher, und gerade wir Lamentarier müssen uns da endlich mal ein paar Konsequenzen entziehen. Wir dürfen nicht vergessen: wir Politiker sind nur eine kleine Handpuppe der Gesellschaften und geben doch auch nur unseren Lobbys nach. Ich kann also nur das sagen, was die Wirtschaft mir vorgibt. Und uns Besserverdiener betrifft die Finanzpolitik doch ebenso, wir sind doch mit Klasse 1 unbeschränkt steuerflüchtig. Und da bin ich auch gerne bereit, meinen Fehlern und Fehlerinnen gegenüber jede Rechenschaft abzulehnen, so wahr ich hier stehe und Gott heiße. Meine nahen und fernen Abgeordneten, ich möchte Sie nicht länger langweilen, aber doch noch ein bisschen. Auf folgenden Fakt eingehen: seit der bayrische Ministerpräsident, der sehr geschätzte Haarsträuber und sein Landeskabarett vereidigt wurden, gab es in Bayern sage und schreibe 70% weniger Wirtschaftskriminalität. Und das, liebe Volksabtreter, liegt nur daran, dass wir die führenden Köpfe der Wirtschaft ins Kabinett geholt haben, so sieht eine korpulente Landesregierung aus. Ich möchte auch gern meine Redezeit verschwenden, um mit Ihnen zum Thema Arbeitsmarkt noch ein paar Worte zu verwechseln. Ich darf die Sachlage mal kurz verklären: Wir haben jetzt den Ballast von 5 Melonen zu tragen, da verstehen Sie sicher, wenn ich sage: Wir brauchen ein Rückgrat für mehr Stabilität im Innern. Wir werden in der neuen Regierung nicht nur diese ganze Zahl der Arbeitslosen erniedrigen, sondern auch ihre Sozialleistungen mindestens dreifach verhöhnen! Und das, meine Darminternen, erreichen wir nur, indem wir endlich auch mal unsere Einkommen und Spesenbezüge verniedlichen! Die enorme Kostenexplosion hängt doch nur am sozialen Fangnetz. Und damit müssen wir es dann auch belasten. Doch zurück zu den Artefakten: Herr Dr. Kohl ist das überwiegende Problem der CDU - nicht der unhaltbare Zustand in den eigenen Zweireihern!? Es geht hier um die Förderung unserer Privatwirtschaft, deshalb geben Sie doch wenigstens uns die Samen der Spender, damit unsere politische Arbeit wieder Früchte trägt. |
Liebe Artgenossen, unsere Politik war schon immer und für jedermann kurzsichtig. Es ist letztendlich einzig und allein unsere CDU/CSU-Fraktur, die zu ihren gesprochenen Verbrechen auch steht. Jeder, der ein bisschen Gips und Verband im Topf hat, kann doch auf Anhieb kaschieren, daß hier etwas faul ist. Und da half es Ihnen auch nicht, liebe Herren von rot-grün, als Sie unseren Genossen März sogar namentlich zitierten in ihrem Kalender 20.10. Deshalb gibt es von mir wie auch schon in den Sanierungsgesprächen ein deutliches und entschlossenes JEIN zu dieser Politik des sozialen Karlmarx. Es seien doch wohl auch mal andere Ideen bestattet. Ich verweise hier auf unseren Gegenantrag, meine armen Laternen, und ich denke, ich brauche diesen Geschwätz- Entwurf nicht noch erläutern! Lassen Sie mich aber noch eine kleine Sache hinzulügen: Auch in der Frage der Gesundheitspolitik haben wir ein Problem, ich darf da einmal kapitulieren: Durch die Einführung der Praxisgebühr wurden doch nicht nur Ärzte und Psychoterrorpeuten stärker belästigt, sondern vor allem die Arzthelfer und Arzthelfershelfer und deren Hilfsmitarbeiter. Die müssen für ihre Arbeit auch mal einen anständigen Hohn bekommen. Wenn wir an diesem Punkt nicht bald mal die Kurve kratzen, dann ist es zu spät. Meine werten Rollläden, ein ganz alter Karteifreund von mir hat einmal gesagt: Wir müssen unsere Wähler auf ihrem Kreuz festnageln, und das müssen auch Sie endlich mal karikieren, meine Herren von der Presse. Ich bin ganz Ihrer Meinung, also bilden Sie sich bitte eine. Meine lieben Besinnungsgenossen, versetzen Sie sich doch mal in Ihre Lage! Bei allem, was rechts ist, auch und gerade die CSU muss einmal dringend teilhaben an der Bildung - der Regierung. Das haben doch die meisten ihrer Mitglieder bisher noch nie - Liebe genossen. Aber lassen Sie sich von mir nicht aufhalsen. Zu guter Letzt nur noch ein Wortbruch zur Umweltpolitik: Herr Trittin, mit Ihren paar Vorschlägen zur Windkraft ist es nicht getan, so leicht können Sie sich nicht aus der Atmosphäre ziehen. Wir brauchen endlich eine hinterhältige Unwelt- und Agrarpolitik, damit auch unsere Rinder und Rindesrinder noch etwas davon haben. Also, meine dämlichen Herren, um es noch einmal zusammenzufaseln: Angesichts dieser Schieflage kann ich nur noch mein Übliches tun, damit unser Land endlich nicht mehr Schlusslicht ist. Damit bin ich am Ende. meiner Aussparungen, so wahr ich Gott helfe. |
|
# Es geht nicht darum, die G8 zu bitten ob sie was gegen Armut tun; wir stellen das ganze System in Frage. Zum Einen, das System ist offensichtlich ausbeuterisch, unfair, zerstörerisch und instabil; Zum Anderen, die acht Leute (überwiegend Männer), die die G8 Nationen vertreten, sollen nicht diejenigen sein, die das zu entscheiden haben. Wobei nicht all so viel dort entschieden wird – der Gipfel ist ja eher ein Fototermin und unsere Regierende haben das Spätkapitalismus kaum im Griff, sind selbst von der Globalisierung überrumpelt. # Immigranten: „Wir sind hier weil ihr unsere Länder zerstört habt“. Die G8 Nationen sollen doch Verantwortung nehmen für die Armut, Elend, Gewalt und Umweltzerstörung die sie ausgelöst haben, statt Zäune zu bauen und Grenze zu verdichten. # Queer bedeutet für uns vielleicht nicht das was alle darunter verstehen, z. B. die Siegessäule. Als Gesamtbegriff für Schwul-lesbisch-bi-trans-intersex ist das Wort praktisch, bedeutet aber ferner: weg von der binären Einteilung Homo/ Hetero Mann/Frau, Vielfalt betonen, Unterschiede fordern und die undefinierte Zwischenräume anerkennen, z.B. wenn ich (als Lesbe) mit einem Trans-mann zusammen bin, werde ich dann doch Hetera? Ursprünglich (San Fran im spät 80er) sollte „Queer“ darauf weisen, das westliche Schwul/Lesbische Kultur nur eine globale Erscheinungs- und Ausdrucksform von sexuelle Minderheiten ist; in viele Länder nimmt sexuelle Vielfalt andere Formen. |
Wie oft betont war schwul-lesbische Kultur früher radikaler und ist jetzt sehr kommerziell; es gab mal eine Selbstverständnis unter Homos und Lesben von links sein, und von hetero Linker werden wir teilweise als auch unterstützt. Jetzt herrscht Konsumverhältnis in der Szene, etwa wie überall. Queer bedeutet für uns, dass man selbst bestimmte, nicht Kommerzielle Freiräume und Kultur baut, es bedeutet eine re-politisierung von sexuelle Unterschied, ein stolzes anders Sein, nicht brave Integrierung in einem System, das wir verkehrt finden. Unsere Freiräume und alternative Kultur werden gerade weggedrängt, schließlich durch genau die selben Neoliberalismus, das Welt-weit alles kaputt macht, und gegen dem Tausende jetzt protestieren. Der/die/das Queer Barrio, und die queere Anti-G8 Mobilisierung bildet eben so eine Freiraum, ein Platz, bzw eine Gruppierung wo Queers sich treffen, kennen lernen, austauschen und wohl fühlen können.
|